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Künstliche Biberdämme bestehen Härtetest
Im Dezember 2024 hat die Ortsbürgergemeinde Lenzburg im Zweiweiertal vier kleine, Biberdämmen nachempfundene Sperren errichtet. Mit dem Pilotprojekt sollte die in Nordamerika entwickelte Methode der künstlichen Biberdämme unter hiesigen Bedingungen und im kleinen Massstab erprobt werden. Das Projekt stiess sowohl in den Medien als auch in Fachkreisen des Naturund Gewässerschutzes auf grosses Interesse. Eines der wichtigsten Ziele war es, den darunterliegenden Bachlauf – und damit einen wertvollen Lebensraum für einheimische Krebsarten – besser vor dem Austrocknen zu schützen.
Bewährungsprobe in der Sommerhitze
Die aktuelle Hitzewelle stellt das Projekt nun vor seinen ersten echten Härtetest. Eine kürzlich
durchgeführte Kontrolle zeigt, dass die Massnahmen ihre Wirkung entfalten: Trotz der aussergewöhnlich trockenen Bedingungen fliesst im Bach noch immer Wasser. In früheren Jahren war dieser Bachabschnitt selbst in durchschnittlichen Sommern zeitweise vollständig ausgetrocknet. Dass nun auch unter den aktuellen Extrembedingungen ein kleiner Durchfluss erhalten bleibt, ist ein erfreuliches Ergebnis und bestätigt die Wirksamkeit der künstlichen Biberdämme.
Neben dem Wasserrückhalt zeigen sich bereits weitere positive Auswirkungen. Im Projektperimeter konnten verschiedene Amphibienarten nachgewiesen werden, darunter auch seltene Arten. Zudem wurde erstmals eine Ringelnatter beobachtet. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Massnahmen nicht nur den Wasserhaushalt verbessern, sondern auch die ökologische Qualität des Lebensraums erhöhen.
Die künstlichen Biberdämme zeigen damit, dass sich mit geringem finanziellem Aufwand und einem schonenden Eingriff in die Natur ein beachtlicher Nutzen erzielen lässt. Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau umgesetzt.