Stadt Lenzburg
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Bekämpfung invasiver Pflanzen in Lenzburg

Bekämpfung invasiver Pflanzen in Lenzburg
15.05.2024

Es breitet sich stark aus, das «Einjährige Berufkraut». Nützliche Tipps und Tricks sollen helfen, die gebietsfremde Pflanze (Neophyt) in Lenzburg einzudämmen.

Das «Einjährige Berufkraut» ist ein invasiver Neophyt, der sich seit ein paar Jahren stark ausbreitet. Aus einer Einzelpflanze entsteht via Samen schnell dichter Bestand. Betroffen sind vor allem die Landwirtschaft, Naturschutzflächen, Magerwiesen, Strassenränder, Flachdächer und Industriebrachen. Das «Einjährige Berufskraut» ist gekennzeichnet durch seine zahlreichen schmalen weissen bis lila Zungenblüten, ähnlich dem Gänseblümchen aber mit langem Stiel. Es ist auch nicht zu verwechseln mit der Wiesen-Margerite oder der echten Kamille, welche einheimisch sind und stehen gelassen werden sollten.

Was können Sie tun, wenn Ihre Flächen vom «Einjährigen Berufskraut» befallen sind?

Kleine und neue Bestände
Reissen Sie einzelne Pflanzen mitsamt den Wurzeln aus und entsorgen Sie sie, bevor sich Samen bilden können. Damit das funktioniert, muss man die Flächen mehrmals pro Jahr absuchen. Dies geht am besten bei feuchtem Boden, wenn es trocken ist mit Hilfe eines Unkrautstechers.

Grössere Bestände
Mähen Sie kurz vor der Blütebildung, um so die Versamung zu verhindern. So kann die weitere Ausbreitung reduziert werden, der Bestand bleibt jedoch.

Entsorgung: Weil die Samen nachreifen können, muss Schnittgut mit Blüten sofort abgeführt und in der Kehrichtverbrennung entsorgt werden.

Nachkontrolle: Die Wirkung der Bekämpfung wird aufgrund des grossen und hartnäckigen Samenreservoirs im Boden erst nach mehreren Jahren sichtbar.

Die Natur- und Landschaftskommission und die Landwirtschaftskommission bilden eine Arbeitsgruppe, welche vom Stadtrat Lenzburg eingesetzt wird, um die Lenzburger Behörden sowie die Bevölkerung in Naturschutzfragen zu beraten und zu unterstützen. Ziel ist es, mit einer Neophyten-Strategie die einheimische Biodiversität vor Schäden durch Neophyten zu schützen. Die Arbeitsgruppe führt aktuell eine Sensibilisierungsaktion durch, welche sich vor allem an Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sowie Landwirtschaftsbetreibende richtet.

Weitere Informationen zum Thema Neophyten finden Sie hier.